
„Bürokratie baut keine Brücke“ führt eine Fragestellung weiter, die auf Pensarium zunächst aus der unmittelbaren Beschäftigung mit öffentlichen Bauvorhaben entstanden ist: Warum wächst mit der Zahl der Prüfungen, Nachweise und Zuständigkeiten nicht notwendig auch die Qualität des gebauten Ergebnisses?
Ausgangspunkt ist dabei nicht die pauschale Forderung nach einem „schlankeren Staat“. Im Gegenteil: Das eigentliche Problem liegt dort, wo Verantwortung so weit auf Instanzen, Verfahren und einzelne Prüfschritte verteilt wird, dass am Ende zwar jeder seinen Ausschnitt ordnungsgemäß bearbeitet hat, aber niemand mehr für das Gelingen des Ganzen einsteht.
Im Beitrag für Novo Argumente wird diese zunächst am Bauen entwickelte Beobachtung zu einer allgemeineren Frage staatlicher Handlungsfähigkeit erweitert. Die entscheidende Trennlinie verläuft nicht zwischen viel und wenig Staat, sondern zwischen Verantwortungskonzentration und Verantwortungsdiffusion.
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