

Daniel Yakubovich (russisch: Даниил Якубович) arbeitet in Berlin zwischen Malerei, Essayistik und architektonischem Denken. Seine Arbeit verbindet Bild und Raum, Sakralität und Erinnerung mit den kulturellen Verflechtungen Deutschlands und des östlichen Europas.
Er studierte Architektur an der Universität der Künste Berlin, mit Studienaufenthalten in Wien. In seiner Abschlussarbeit entwickelte er einen Gegenentwurf zur Rekonstruktion der Synagoge am Fraenkelufer; Publikationen und Radiointerviews begleiteten das Projekt. Er arbeitet an öffentlichen Bauvorhaben mit Schwerpunkt auf Kulturbauten.
Seine künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen historischen Bildsprachen und gegenwärtiger Erfahrung. Ägypten und Byzanz, orthodoxe und sowjetische Bildwelten, Stadt und Landschaft, Körper und Familiengedächtnis bilden wiederkehrende Bezugspunkte. Malerei, Zeichnung und Photographie dienen dabei weniger der Illustration als unterschiedlichen Formen des Sichtbarmachens von Geschichte, Herkunft und Sakralität. Aus der Beschäftigung mit Friedrich Schröder-Sonnenstern und Art brut entstand 2024 im Mönchehaus Museum Goslar die museale Präsentation einer Berliner Privatsammlung an der Schnittstelle von Kunst, Biographie und Psychiatriegeschichte.
Publizistisch schreibt Yakubovich über Baukultur und Architektur, Kunst und Erinnerungspolitik sowie über die kulturelle und politische Ordnung der Gegenwart. Beiträge erschienen unter anderem bei CATO, FIUME, Novo Argumente, der Achse des Guten und in der Jungen Freiheit. Pensarium führt diese Arbeitsfelder als Autoren-, Kunst- und Projektarchiv zusammen.
